Medienmitteilung des Krienser Komitees «By Pass so nicht» nach seiner Sitzung vom 8.März 2018

Kurzmitteilung

Stellungnahme zuden präsentiertenund bis dato vorliegenden Resultatender Potentialanalyse über die Gestaltung des geplanten Autobahnabschnittes vom Südportal bis zum Schlund in Kriens.

Das Komitee stellt fest:

Nicht zuletzt dank dem Einsatz unseres Krienser Allparteienkomitees und des Gemeinderates sowie der Mithilfe breiter Krienser Bevölkerungskreise (Petition) hat sich nun etwas bewegt.

  1. Die Planung und Gestaltung des Portals Süd durch das ASTRA war entgegenkommend und kann als gelungen bezeichnet werden.Die Detailgestaltung wird zeigen ob das Bauwerk wie erhofft zu einem städtebaulichen «higlight» am Eingang zu Kriens wird.
  2. Die nun vorliegende Potentialanalyse zeigt auf,dass man sich mit der Eindämmung der Immissionen und der städtebaulichen Gestaltung seriös auseinandergesetzt hat.
  3. Das ursprünglich Ziel des Komitees einer vollständigen Einhausungmindestensbis zur Arsenalbrücke wirdnicht erreicht,aber mit der vorgeschlagenen Ueberdachung von ca 20% und den sinnvollen flankierenden Massnahmen (z.B. Sperrbauten,Querungswege und Begrünungen )konnte eine mögliche Lösungsvariante aufgezeigt werden,dieaberin einer rollender Planung noch optimiert,resp.verbessert werden muss.
  4. Das Komitee ist befremdet, dass nach der Planung das ASTRA sich zurückziehenund als Verursacher der Immissionen keine finanzielle Beteiligung an diesem Abschnitt mehr leisten will.Die Finanzierung wird vollständig auf die Gemeinde und die Mehrwert-Abschöpfung der zukünftigen achsennahen Bauten resp. allenfalls noch auf den Kanton verlagert.
  5. Das Ziel einer mit dem Bau des ByPasseszeitgleichen Realisierung der Schutzmassnahmen ist nun eindeutig verfehlt und wird in die Verantwortung der Gemeinde abgeschoben.Die Verwirklichung dürfte Jahrzehnte dauern und ist massgeblich abhängig von den Plänen resp. dem Verhalten der Grundeigentümerentlang der Autobahn.
  6. Das vorliegende Planungswerk ist eine unverbindliche Studie und hat noch einen langen und z.Z.nicht skizzierbaren Weg zur gesetzlichen Fixierung und damit zur unbedingt nötigen Verbindlichkeit.

Das Komitee fordert:

  1.  Die Weiterverfolgung diesesPlanungsansatzes muss noch Verbesserungen (wie z.B.eine Ausdehnungder Ueberdachungen mit mehr Grünflächen und Nutzungsmöglichkeiten für die Oeffentlichkeit) beinhalten.
  2. Die definitiven Planungsergebnisse müssen in einen verbindlichen Richtplan einfliessen mit einer umfassenden gesetzlichen Regelung zwischen Bund, Kanton und Gemeinde, insbesondere auch über eine verbindliche Verwendung der Mehrwertabschöpfungen für dieses Projekt.Am besten könnte dieser reicht werden durch die Schaffung eines Fonds. Mit einer Grundaustattung durch das ASTRA könnten schon in der Bauphase gleichzeitig wichtige Elemente angegangen werden.
  3. Ein Minimierungskonzept für die Immissionen während der rund 10-jährigen Bauphase.
  4. Zeitgleich zu den fortschreitenden ByPass-Ausführungen von Seiten des ASTRA sind die Anschlussplanungen im Rahmen des Gesamtverkehrskonzeptes Kriens durch den Kanton,wievom Kantonsrat beschlossen,umgehend an die Hand zu nehmen und realistische Verwirklichungshorizonte festzulegen.
  5. Eine laufende Orientierung des Komitees über den Fortschritt der Planungen und der rechtlichen Entwicklung hin zu einer gesicherten Verbindlichkeit und Finanzierung.

In eigener Sache:

Das Komitee «By Pass so nicht» wird seine Tätigkeit zur weiteren Optimierung der Potential-analysebis zur konkreten Plan-Umsetzung fortsetzen und kritisch beobachten. Es wird auch politisch den Krienser Gemeinderat in seinen Bemühungen begleiten und wenn nötig mit parlamentarischen Mitteln beeinflussen.Die jetzige Präsidentin Frau Kathrin Graber ist aus beruflichen Gründen zurückgetreten und das Komitee hat in der gleichen Sitzung den jetzigen Vizepräsidenten Räto Camenisch mit dem Präsidium beauftragt.Des Komitee dankt Frau lic.Iur.Kathrin Graber für ihre grosse,kompetenteund engagierte Arbeit für unsere Sache, und damit auch für die Zukunft der Gemeinde Kriens. Ihre Mitwirkung und vor allem ihre «inputs» werden uns fehlen.

Um was geht es?

Von Mitte 2010 bis im Mai 2014 erarbeitete das Bundesamt für Strassen das generelle Projekt Gesamtsystem Bypass Luzern. Parallel dazu hat der Kanton das Vorprojekt zur Spange Nord ausgearbeitet. Die beiden Projekte gehen von Juli bis September 2014 in die Vernehmlassung bei den kantonalen Fachstellen und den betroffenen Gemeinden. Im Anschluss wird das generelle Projekt Gesamtsystem Bypass Luzern dem UVEK eingereicht.

Weitere Infos unter

http://www.bypasslu.ch/

Die Gemeinde Kriens ist von diesem Projekt sehr stark betroffen. Alle Krienser Parteien sind sich einig – Bypass – so – nicht

Informationen der Gemeinde

http://www.kriens.ch/de/portrait/projekte/projektbypass/