Argumente

In absehbarer Zeit werden wir immer öfter mit dem Ausdruck „Bypass“ konfrontiert werden. Worum geht es?

Die Fakten:

Täglich passieren rund 88 000 Fahrzeuge den Reussporttunnel. Der Verkehr von und nach Luzern hat in den letzten 10 Jahren um rund 20% zugenommen. Bis 2020 dürfte der Verkehr im Reussporttunnel auf über 100 000 Fahrzeuge pro Tag zunehmen. Die Folgen sind immer grössere und länger dauernde Staus auf der A2 und der A 14 im Bereich Rotsee.

Bei einem Unfall im Sonnenbergtunnel bricht in der Regel das ganze Verkehrssystem in der Stadt und der Umgebung zusammen.

Das Projekt:

Beim Bypass handelt es sich um eine neu zu erstellende Verbindung der A2 zwischen Emmen im Norden und Horw im Süden. Der Bypass schafft mit 2 neuen Doppelspurtunnels durch den Sonnenberg Entlastung zwischen der Verzweigung Rotsee und dem Tunnel Schlund in Kriens. Er schafft eine neue Achse, die im Bereich Nidfeld wieder in die alte Autobahn einmündet. Profiteur ist der internationale Nord-Süd und Süd-Nord Verkehr und die Stadt Luzern, da die heutigen Tunnel zusammen mit den Spangen zu einer Stadtautobahn mutieren.

Der zeitliche Aufwand beträgt ca. 10-12 Jahre und die Kosten belaufen sich auf ca. 1,7 Milliarden Franken.

Das Projekt wird durch das ASTRA (Bundesamt für Strassenverkehr) bewirtschaftet.

Die Folgen:

Es ist unschwer zu erkennen, dass 10 Jahre Bauzeit eine enorme Belastung für die angrenzenden Gemeinden, vor allem aber für Kriens bedeutet. Die Bautätigkeit, insbesondere der Tunnelbau und das damit zu errichtende neue Südportal im Grosshof, sowie die Rüstplätze für den Tunnelbau stellen für Kriens eine unerhörte Herausforderung dar. 10 Jahre lang wird im Kupferhammer in Kriens eine Grossbaustelle mit Immissionen, Lärm und Staub, sowie Verkehrsbelastungen grössten Ausmasses herrschen.

Und Wir ?

Das Verkehrsproblem wird einmal mehr nicht gelöst, Kriens wird wieder einmal stiefmütterlich behandelt.

Daher haben die Krienser Parteien im Einwohnerrat geschlossen und über alle Parteigrenzen hinaus zwei Vorstösse einstimmig überwiesen und den Gemeinderat aufgefordert, sich gegenüber dem Bund und dem Kanton für die Krienser Anliegen einzusetzen. Wir sind der Auffassung, dass das Projekt Bypass so nicht realisiert werden darf und in der aktuellen Variante klar den Krienser Interessen widerspricht.

Das Ziel:

Durch die Gründung des Komitees „Bypass-so nicht“ das von allen Krienser Parteien getragen wird, wollen wir- zusammen mit dem Gemeinderat- mit dem ASTRA tragbare Bedingungen für Kriens aushandeln. Dies erfordert einen Einbezug der Gemeinde Kriens in die weitere Planung des Bypass. Unsere zwei zentralen Forderungen lauten: 1. Eine Überdachung des Bypasses auf dem Gemeindegebiet oder eine Untertunnelung der 2. Autobahn. 2. Ein Verkehrskonzept für Kriens.

Der Kanton soll bis zum Beginn der nächsten Planungsphase im Jahr 2016 in einem Verkehrskonzept aufzeigen, wie die Verkehrsprobleme von Kriens mit dem Bypass nachhaltig gelöst werden können.